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Das Zwingenberger Glockenspiel

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Das Zwingenberger Glockenspiel im Turm des Alten Rathauses am Marktplatz wurde 1989 eingeweiht und überwiegend aus Spenden von Zwingenberger Bürgern und Vereinen finanziert. Die 15 Glocken wurden von der Karlsruher Glocken- und Kunstgießerei Bachert gegossen. 2004 versagte der Steuerungscomputer endgültig seinen Dienst, das Glockenspiel blieb stumm. Die „Bürgeraktion Zwingenberger Glockenspiel“ sammelte 2010 gut 3.000,00 Euro, um den defekten Steuerungscomputer zu ersetzen, der die 15

 

Glocken wieder erklingen ließ. Seit dem Weinfest an Pfingsten 2010 ist das Glockenspiel wieder zu hören.


Als 2010 der Zwingenberger Bürger Prof. Dr. Klaus-Gustav Heumann an die „Bürgeraktion Zwingenberger Glockenspiel“ herantrat, um eine größere Spende für das Glockenspiel anzubieten, war schnell klar, wofür diese sinnvoll eingesetzt werden kann: Zur vollen Nutzung des vorhandenen Repertoires fehlte nämlich der Ton ais‘‘‘.

 

Bürgermeister Dr. Holger Habich folgte dem Vorschlag der Glockenspielaktivisten und bestellte im Januar 2011 von der zweckgebundenen Spende die fehlende Glocke, was insofern leicht fiel, als ein freier Platz mit vorbereitetem Befestigungspunkt im Glockengestell und ein freies Schaltrelais zur Verfügung standen. Am 18. März 2011 nahm Glockengießer Hermann Schmitt aus Brockscheid/Eifel die erforderlichen Frequenzwerte der Nachbarglocken ab und am 16. August 2011 war die neu gegossene Glocke durch Herrn Schonhard von der Turmuhrenfirma Gebr. Schneider aus Schonach montiert. Sie ist als einzige Glocke im Gesamtensemble verziert und trägt als Schmuck das Gießereizeichen und die Jahreszahl 2011. Nun erklingt das Zwingenberger Glockenspiel mit den 16 Glocken e‘‘‘, fis‘‘‘ und ab gis‘‘‘ durchgehend chromatisch bis a‘‘‘‘.


Das Glockenspiel ist seit 2010 viermal täglich zu hören. Nach der Erweiterung spielt es folgendes Programm, bei dem viele Titel durch die neue Glocke erst ermöglicht wurden:


Ab 7. Januar bis am Tag vor dem 1. Advent:

 

um 08.55 Uhr: Bald prangt den Morgen zu verkünden (Mozart)
                        Herauf nun, du helllichter Tag
  
um 11.55 Uhr: Ein Mädchen oder Weibchen (Mozart)
                        Der Vogelhändler bin ich ja (Mozart)
                        Ein Mädchen oder Weibchen (Mozart)

 

um 14.55 Uhr: Drei alte Tänze: Gavotte – Menuett – Rigaudon – Gavotte
                        Freude schöner Götterfunke (Beethoven)

 

um 17.55 Uhr:  „Conquest“ (von Rudi Olbrich eingespielt)
                        Guten Abend, gute Nacht

 

Ab dem 1. Advent bis zum 6. Januar:

 

um 08.55 Uhr: Maria durch ein Dornwald ging
                        Freu' dich Erd' und Sternenzelt

 

um 11.55 Uhr: In dulci jubilo
                        Gloria in excelsis deo

 

um 14.55 Uhr: Kommet ihr Hirten
                        Vom Himmel hoch ihr Englein kommt

 

um 17.55 Uhr: Es wird schon gleich dunkel
                        Still, still, still, weils Kindlein schlafen will 

 

Programmänderungen sind vorbehalten, Repertoire-Erweiterungen werden angestrebt.
 
Auf Anregung der „Bürgeraktion Zwingenberger Glockenspiel“ wurde am Alten Rathaus eine Tafel angebracht, die nicht nur über die Geschichte des Gebäudes, sondern auch über das Glockenspiel informiert.

 

Spenden zum Erhalt des Glockenspiels können gerne weiterhin mit dem Stichwort „Spende Glockenspiel“ auf das Stadtkonto 300 0 122 bei der Sparkasse Bensheim (BLZ: 509 500 68) überwiesen werden.

 

Glockenspiel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Glockengießer Hermann Schmitt (links) und Bernhard Häberle von der Bürgeraktion Zwingenberger

Glockenspiel mit der neuen „Heumann-Glocke“ ais'''

Foto: Eberhard Strauß

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